Der Pfeilschnitzer

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Wie alles angefangen hat...

Alles Begann an einem besonderen Abend...ich trat in einen "Mittelalter Verein" ein. Neue Bekanntschaften, neue Interessen und neues Wissen. Was ich denn darstellen möchte, wurde ich gefragt. Naja, ich spielte bereits mit dem Gedanken einen eigenen Bogen zu bauen. Also gut: Bogenschütze! Tja, die Ironie an der Geschichte ist, dass ich bis dato keinen Bogen (abgesehen vom Haselnussstecken) jemals in der Hand gehalten habe.

Also gut, jetzt hatte ich plötzlich einen in der Hand und musste lernen damit umzugehen. Irgendwann war der Zeitpunkt allerdings gekommen und so fehlte mir schießbares Material. Egal, probier ichs mal selber...

Die ersten Stücke entstanden. Sehr mittelalterlich mit Truthahnfedern und viel Acryl-Lack. Aber ich war zufrieden!

 

 

Der Grundstein war gelegt!

Irgendwann begann mich das so genannte "Reenactment" zu interessieren und damit auch historisch korrekte Pfeile. Angefangen hat es mit Nachbauten die man an Board des, im Jahre 1545 gesunkenen Schiffes "Mary Rose" gefunden hat. Ich maturierte und regelte dies und das und so blieb dies vorerst mein einziges Augenmal. Erlebbare Geschichte und Handwerk war mein erstes Fest, an dem ich als "Handwerker" auftrat. Meine Güte! Ich hatte ja keine Ahnung in was ich da reingeraten bin! :D

 

 

Die aufnahme

Im darauf folgenden Oktober wurden ich auch noch in die österreichische Handwerksgilde aufgenommen, ein Zusammenschluss von Handwerkern die wahrlich meisterliches herstellen

 

 

Die Umbenennung

Im Frühjahr 2009 bin ich dann durch Zufall auf eine Wiener Urkunde aus dem Jahr 1445 gestoßen. Darin heißt es:

 

Der der Meister werden will, muss... "ein ganz Armbst vnd ainen Schiesszeug mit seiner zugehörung alles new berait Vnd mit Ritters Zeug beslagen in vnsere fürstlich Kamer ze Österreich geben vnd ainen Newen Schiesszeug mit seiner Zugehörung, der auch gut vnd gerecht sey, in die Bruderschaft der Pheilsniczer, die sullen das geben vnseren Landmarshalh oder wer dasselb vnser Ambt verwest..."

 

Das war für  mich ein Anlass zur Umbenennung

 

 

Der Grundsatz

Für mich ist es wichtig, dieses alte Handwerk aufrecht zu erhalten. Ein Handwerk, das beweist, dass man auch noch heute qualitativ hochwertige Pfeile ohne moderne Maschinen herstellen kann. Nicht umsonst heißt das Sprichwort „Gut Ding braucht Weile", denn diese wird dafür benötigt. Könnte man heute einen 0815-Pfeil in 5 Minuten zusammengebauen, benötige ich mehrere Stunden; wenn nicht sogar Tage für ein einzelnes Stück.

Weiters will ich zeigen, dass man ebenso mit historischen Komponenten exzellente Ergebnisse erzielen kann und man nicht immer das Neueste vom Neuen benutzen muss.

 

Scheut euch nicht, einen Blick auf meine Erzeugnisse zu werfen.